Lesung am 9.12. : „Kunst und Kampf“ mit Bernd Langer danach Solitresen für Aaron, Balu und Thunfisch

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Lesung „Kunst und Kampf“ mit Bernd Langer danach Solitresen für Aaron, Balu und Thunfisch

Ab 18.30:
Lesung „Kunst und Kampf“ mit Bernd Langer

In den 1980er Jahren wird Kunst und Kampf (KuK) mit der Gestaltung von Plakaten in der antifaschistischen Bewegung bekannt. Das Projekt verfolgt einen kollektiven Ansatz, der jedoch immer auch individuelle Züge trägt. Hunderte Plakate entstanden, daneben Gemälde und Agit-Prop-Aktionen.

Bernd Langer, Protagonist dieser Idee, legt nun eine Gesamtbetrachtung von fast 40 Jahren antifaschistischer Kunst in der Bundesrepublik vor. Das Buch streift dabei die Geschichte der Jugendzentrumsbewegung, erzählt von den Autonomen und der Antifa, von Hausbesetzungen, umgestürzten Denkmälern, spektakulären Demonstrationen, der Herstellung von illegalen Plakaten und Zeitungen und warum die Doppelfahnen der Antifaschistischen Aktion heute von links gegen rechts wehen.

Danach:
Soli Tresen für Aaron, Balu und Thunfisch die nach der Demo für die Rigaer 94 im Juli in U Haft gelandet sind und nun extrem Kostenaufwändige Verfahren auf sich nehmen müssen.

Auf einen schönen Abend.
Kommt vorbei!

Vortrag am 25. Juli: Die Identitäre Bewegung im „Kampf der Kulturen“

Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Rostock

Spätestens mit dem Aufkommen der Fluchtbewegung im vergangenen Sommer scheint auch das rassistische und faschistische Personenspektrum einen unübersehbaren Auftrieb bekommen zu haben. Eine immer größere Rolle spielen – neben den klassischen Nazikameradschaften – gewalttätig auftretende „Bürgerwehren“, diverse Pegida-Ableger, aber auch sogenannte Intellektuelle, die behaupten außerhalb des Rechts-Links-Schemas zu stehen. Zu den Letztgenannten zählen sich unter anderem die Akteure der Identitären Bewegung. Auch in Mecklenburg-Vorpommern hat sich mittlerweile eine regionale Gruppierung herausgebildet. Der Vortrag am 25.07. ab 19 Uhr im Café Median will über diese Entwicklungen berichten.

Während die Identitären jahrelang als bedeutungsloses Randphänomen im Internet verharrten, machen sie aber seit geraumer Zeit durch Aktionenformen, die eher aus linken Zusammenhängen bekannt sind, auf sich aufmerksam. Auffällig an der Identitären Bewegung ist zudem die propagierte Abgrenzung gegenüber der „alten Rechten“. Ein Bekenntnis zum Nationalsozialismus und zur „Rassenlehre“ lehne man dementsprechend offiziell ab. Im Gegensatz hierzu gibt man sich moderat, kulturell interessiert und als wahre Antirassisten. So geben sie vor „0% rassistisch, 100% identitär“ sowie „nicht links, nicht rechts, sondern identitär“ zu sein.

Die Identitäre Bewegung versucht sich also an einem Strategiewechsel, mit dem rechte Ideen durch linke Aktionsformen in die Gesellschaft getragen werden sollen. Der Verdacht liegt somit nahe, dass sie sprichwörtlich „alten Wein aus neuen Schläuchen“ servieren. Die Veranstaltung betrachtet die Geschichte, Strategien und Akteure dieser selbsternannten „Bewegung“ und wirft dabei einen Blick auf Mecklenburg-Vorpommern.

Am Montag, den 25. Juli um 19 Uhr im Cafe Median

RH-Tresen am 17. Juni: Die Rote Hilfe Deutschlands im antifaschistischen Widerstand ab 1933

Am Freitag, den 17. Juni findet der nächste Rote Hilfe-Tresen im Café Median statt. Ab 19:30 Uhr gibt es einen interessanten Vortrag zur Geschichte der historischen Roten Hilfe, die während des Nationalsozialismus im Untergrund arbeiten musste. Linke Geschichte spannend erzählt – wird super! Im Anschluss gibt es wie gewohnt leckere, sommerliche Getränke für den Start ins Wochenende. Wir freuen uns auf euch!

Mehr Infos zu Vortrag und zur Referentin: „Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern!“ – Die Rote Hilfe Deutschlands im antifaschistischen Widerstand ab 1933

Die Rote Hilfe Deutschlands war schon in der Weimarer Republik eine große linke Solidaritätsorganisation, die Ende 1932 fast eine Million Mitglieder umfasste. Trotz ihrer engen Verbindung zur KPD unterstützten Menschen aus verschiedenen Spektren der ArbeiterInnenbewegung ebenso wie linke Prominente die Hilfe für die politischen Gefangenen und ihre Familien oder einzelne Kampagnen der Roten Hilfe. Nach dem Verbot im Frühjahr 1933 arbeiteten viele RHD-AktivistInnen in der Illegalität weiter – teils in losen Zusammenhängen, teils in gut vernetzten Kleinzellen, die mit dem Zentralvorstand und den zuständigen Bezirksleitungen in Austausch standen. Für die zahllosen KZ-Häftlinge und ihre Angehörigen wurden Spenden gesammelt, verfolgte AktivistInnen und untergetauchte FunktionärInnen mussten mit illegalen Quartieren versorgt oder heimlich über die Grenze ins Exil gebracht werden. Im benachbarten Ausland organisierten Büros der RHD Schlafplätze und materielle Hilfe für die EmigrantInnen und unterstützten die konspirativen Gruppen im Reichsgebiet mit Druckschriften und Geld. In zahllosen Städten und Dörfern verteilten die Widerstandsgruppen der Roten Hilfe Flugblätter, die zum Protest gegen den NS-Terror aufriefen und die praktische Solidaritätsarbeit propagierten. Im antifaschistischen Untergrund ab 1933 waren auffallend viele Frauen aktiv, die nach den Verhaftungen prominenter – meist männlicher – RHD-Mitglieder zentrale Funktionen in der Organisation übernahmen, aber auch „unauffällige“ Hintergrundarbeit leisteten. Selbst nach der offiziellen Auflösung der Roten Hilfe Deutschlands im Jahr 1938 führten dezentrale Strukturen die Unterstützung für die Verfolgten fort. Mit dem Vortrag soll der heute fast vergessene Widerstand der Roten Hilfe während des Nationalsozialismus in Erinnerung gerufen werden.

Silke Makowski, geb. 1978, ist im Vorstand des Hans-Litten-Archivs zur Geschichte der Solidaritätsorganisationen der Arbeiterinnnen- und Arbeiterbewegung sowie der sozialen Bewegungen aktiv. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Geschichte der Roten Hilfe Deutschlands (RHD) in der Illegalität ab 1933, worüber sie regelmäßig Artikel in verschiedenen linken Zeitungen veröffentlicht. Eine umfangreichere Publikation zum Thema ist für Herbst 2016 geplant.

Deutschland, deine Nazis.

Am 13.05.2016 findet im Rahmen des „Riot in my Heart„-Festivals im Median ab 19 Uhr eine Lesung mit dem Journalisten Sören Kohlhuber statt.

Sören Kohlhuber ist ein freier Journalist, der Neonaziaktivitäten beobachtet und begleitet. Dabei dokumentiert er auch regelmäßig Aufmärsche von rechten und rechtspopulistischen Gruppen. In seinem Buch „Deutschland, deine Nazis“ beschreibt er seine Erfahrungen bei diesen Aktivitäten aus dem Jahr 2014. Bei der Veranstaltung wird er aus seinem Buch lesen und später für Diskussionsfragen bzw. -beiträge bereit stehen.

Bollerwagen klau`n & den Herrentag versau`n

Ihr kennt das?

Ihr geht an einem Donnerstag vor die Tür und die Welt sieht plötzlich aus wie eine Burschenschaft? Überall besoffene Typen, die dich wahlweise „aufwertend“ anbaggern oder abwertend beschimpfen? Ein paar von ihnen haben bereits blaue Augen oder gucken traurig, weil ihr Bollerwagen geklaut wurde? Dann ist meist Herrentag.

Da bleiben flti*s nur wenige Alternativen. Bei „liberaleren“ Männer*gangs gibt es die Möglichkeit, sich so gut es geht zu assimilieren und die häufiger werdenden Sexismen und Übergriffe auf den Alkohol zu schieben. Wenn man darauf keine Lust hat, scheint es angeraten, in den eigenen vier Wänden zu bleiben, Xena, the L Word oder Agent Carter zu schauen und zu warten, bis die Stadtreinigung die Bieropfer von der Straße fegt.
Und wenn es eine_r so richtig in den Fingern juckt, kann sie* sich eine flti* Gang suchen und einfach nur durch Präsenz im Stadtbild provozieren – das reicht vollkommen aus, damit sich die Herren bedroht und angegriffen fühlen.

Egal, worauf ihr Lust habt – am Tag darauf ist grrrlz*DaIY und wir können den Donnerstag gemeinsam auswerten, lästern, kickern, trinken und draußen draußen sein lassen.

Wir freuen uns auf euch! Der nächste Grrrlz*DaIY findet am 06. Mai 2016 ab 20 Uhr im Café Median statt.

Nicht lange fackeln!

Am 08.05. wollen die Nazis wieder einmal ihren jährlichen „Gedenkmarsch“ nutzen um krude Geschichtsverdrehung zu betreiben. Am 02.05.2016 gibt es deshalb ab 19.30 Uhr einen Mobivortrag im Median.

Time to say goodbye!

Am 18.04.2016 findet um 19 Uhr ein Mobivortrag zum 1. Mai in Schwerin statt. Den Aufruf findet ihr: hier. Am 29.04. gibt es dann noch ein kuzes Info-Update.

Naziaufmarsch in Bad Oldesloe? ¡No Pasarán!

Am 07.04.2016 gibt es ab 19.30 Uhr einen Mobivortrag im Median. Es geht dabei um die Gegenproteste zum geplanten Naziaufmarsch am 16.04. in Bad Oldesloe. Weitere Infos findet ihr: hier.

Spendenkonto

Wir möchten euch mal wieder an unser Spendenkonto erinnern:

Wenn ihr etwas Geld über habt und den Verein unterstützen wollt, dann würden wir euch über eure Spende freuen. Auch kleine Beträge können helfen und bei Bedarf stellen wir euch auch gerne eine Spendenquittung aus.

Balkanroute – Ein Reisebericht

Die Balkan Route ist geschlossen. Die Festung Europa baut immer höhre Mauern und verhandelt mit faschistoiden Staaten! Entlang der Route hat sich eine Maschinerie entwickelt, die an Unwürdigkeit ihres gleichen sucht. Selbstbestimmung nicht mehr möglich.

Im Feburar war eine Gruppe von AktivistenInnen aus Rostock auf dem Balkan unterwegs und hat einzelne Stationen dokumentiert, die die
Geflüchteten und Schutzsuchende durchlaufen.

Sie werden uns in Bildern zeigen, wie sich die Siuation vor Ort vom Sommer bis hin zu ihrer Reise entwickelt. Was heißt das für den politischen Aktivsmus vor Ort und im besondern auch hier für uns? Was kann/muss man angesicht der aktuellen politischen Situation in Europa tun?

Die Veranstaltung beginnt am 21.03.2016 gegen 19 Uhr im Median.