Kategorie-Archiv: Veranstaltung

18.2. – Filmabend „Punk, Riot und Suff“ mit Punk-Rock-Tresen

Filmabend „Punk, Riot und Suff“ mit Punk-Rock-Tresen

Am Samstag um 19 Uhr zeigen wir euch eine unterhaltsame Dokumentation der sogenannten „Chaostage“ von Hannover.
Die ersten Chaostage fanden 1983 als Protestaktion gegen eine geplante „Punker-Kartei“ der Polizei statt. Bei der zweiten Auflage der Aktion 1984 kam es zu Auseinanderstzungen mit rechten Skins und zu den ersten Straßenschlachten.
Das Phänomen Chaostage als Punk- und Skinhead-Treffen verlor später scheinbar seinen Reiz, da immer weniger Personen erschienen.
Aber dann kamen die Jahre 1994 und 1995 und stellten alles in den Schatten…

Genießt die Eindrücke von damals. Um das leibliche Wohl wird sich gesorgt und anschließend beschallen wir euch mit gutem alten Punk-Rock.
Oi!

Antifa-Tresen am 20.1. – mit Vortrag zum Demokratieverständnis rechter Bewegungen

VORTRAG:
Volk, Wille und Herrschaft – zum Demokratieverständnis Völkischer am Beispiel PEGIDA

„Wir sind das Volk“, aus dieser Losung leitet die Pegida-Bewegung ihren Anspruch darauf ab, dass die Regierung ihren, und nur ihren Willen umsetzen müsse. Wer das nicht tut oder eine andere Meinung vertritt, wird als Diktatorin oder Volksverräter gebrandmarkt. Das Volk scheint einen klaren Willen zu haben, der nicht erst ausdiskutiert werden muss, und dem die Politik folge zu leisten hat. Aber wie kommt Pegida auf die Idee, dass genau das Demokratie bedeuten würde?

Dieses Bild von Demokratie ist nicht einfach dumm oder vulgär, wie es teilweise beschrieben wurde; vielmehr entspricht es dem völkischen Ideal von Gemeinschaft bei Pegida. Zeigen lässt sich das am besten am Begriff Volkssouveränität. In ihm drücken sich die Ideen homogener, geschlossener Gemeinschaft und deren souveräner Herrschaft aus. Das Volk befielt, die Politiker*in führt aus und zwar mit harter Hand. Die Souveränität des Volkes macht es wiederum nötig, dieses genau abzugrenzen und zu vereinheitlichen. Der völkische Nationalismus bei Pegida und ihre autoritären Ordnungsvorstellungen sind also nicht zu trennen, sondern im Prinzip der Volkssouveränität verbunden. Daher sollte auch linke Kritik an Pegida nicht beim Rassismus der Bewegung stehen bleiben, sondern sich mit ihrem Konzept von Volksherrschaft beschäftigen.

Im Vortrag werden die Idee ‚Volkssouveränität‘ und die Vorstellung politischer Ordnung anhand von Pegida-Reden erläutert.

KINOtopia am 19.12. : Popmusik und rechte Ideologien

Überraschungsfilm im Cafe Median.

Ein Film über deutsche Popmusik und ihre Verbindungen in die rechte Szene – Es wird gezeigt wie rechtes, reaktionäres und faschistisches Gedankengut die Popmusik seit Jahren in Deutschland begleitet und wie unbehelligt diese Musik im Alltag auftreten kann.
Selten dürfte in 80 Minuten mehr schlechte Musik untergebracht worden sein – also kommt vorbei!

Antifa-Tresen am 10.12. mit Vortrag, VoKü und Memory

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VOKÜ – VORTRAG – MEMORY

dazu Antifaschistisches Infoblatt– und Shirt-Verkauf

VORTRAG – Neonazis im Stadteil Groß Klein:

Im Sommer diesen Jahres machte der Stadtteil Groß Klein durch eine wochenlange rassistische Mobilisierung und diverse Übergriffe auf sich aufmerksam, die schließlich in der Verlegung minderjähriger Geflüchteter in andere Stadtteile gipfelten.

Viele der rassistischen Protagonist*innen sind alte Bekannte, doch nicht erst seit dem Sommer ist die Neonaziszene in Rostock wieder verstärkt wahrnehmbar: Größere Demonstrationen fanden im Oktober und November 2015 statt, eine Spontankundgebung wurde ausgerechnet am Tag der Machtübernahme des NS-Regimes durchgeführt und zusätzlich gibt es eine kaum noch überschaubare Menge regionaler Neonazi-Facebook-Seiten, welche im Internet hetzen.

Mit MVGIDA kam es zu einer Reaktivierung alter Neonazis, Gruppen reorganisierten und neue fanden sich. Wir wollen einen Überblick über die Ereignisse hin zum Sommer diesen Jahres geben, sowie die Strukturen und Protagonist*innen der hiesigen Neonaziszene vorstellen.

Lesung am 9.12. : „Kunst und Kampf“ mit Bernd Langer danach Solitresen für Aaron, Balu und Thunfisch

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Lesung „Kunst und Kampf“ mit Bernd Langer danach Solitresen für Aaron, Balu und Thunfisch

Ab 18.30:
Lesung „Kunst und Kampf“ mit Bernd Langer

In den 1980er Jahren wird Kunst und Kampf (KuK) mit der Gestaltung von Plakaten in der antifaschistischen Bewegung bekannt. Das Projekt verfolgt einen kollektiven Ansatz, der jedoch immer auch individuelle Züge trägt. Hunderte Plakate entstanden, daneben Gemälde und Agit-Prop-Aktionen.

Bernd Langer, Protagonist dieser Idee, legt nun eine Gesamtbetrachtung von fast 40 Jahren antifaschistischer Kunst in der Bundesrepublik vor. Das Buch streift dabei die Geschichte der Jugendzentrumsbewegung, erzählt von den Autonomen und der Antifa, von Hausbesetzungen, umgestürzten Denkmälern, spektakulären Demonstrationen, der Herstellung von illegalen Plakaten und Zeitungen und warum die Doppelfahnen der Antifaschistischen Aktion heute von links gegen rechts wehen.

Danach:
Soli Tresen für Aaron, Balu und Thunfisch die nach der Demo für die Rigaer 94 im Juli in U Haft gelandet sind und nun extrem Kostenaufwändige Verfahren auf sich nehmen müssen.

Auf einen schönen Abend.
Kommt vorbei!

RH-Tresen am 17. Juni: Die Rote Hilfe Deutschlands im antifaschistischen Widerstand ab 1933

Am Freitag, den 17. Juni findet der nächste Rote Hilfe-Tresen im Café Median statt. Ab 19:30 Uhr gibt es einen interessanten Vortrag zur Geschichte der historischen Roten Hilfe, die während des Nationalsozialismus im Untergrund arbeiten musste. Linke Geschichte spannend erzählt – wird super! Im Anschluss gibt es wie gewohnt leckere, sommerliche Getränke für den Start ins Wochenende. Wir freuen uns auf euch!

Mehr Infos zu Vortrag und zur Referentin: „Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern!“ – Die Rote Hilfe Deutschlands im antifaschistischen Widerstand ab 1933

Die Rote Hilfe Deutschlands war schon in der Weimarer Republik eine große linke Solidaritätsorganisation, die Ende 1932 fast eine Million Mitglieder umfasste. Trotz ihrer engen Verbindung zur KPD unterstützten Menschen aus verschiedenen Spektren der ArbeiterInnenbewegung ebenso wie linke Prominente die Hilfe für die politischen Gefangenen und ihre Familien oder einzelne Kampagnen der Roten Hilfe. Nach dem Verbot im Frühjahr 1933 arbeiteten viele RHD-AktivistInnen in der Illegalität weiter – teils in losen Zusammenhängen, teils in gut vernetzten Kleinzellen, die mit dem Zentralvorstand und den zuständigen Bezirksleitungen in Austausch standen. Für die zahllosen KZ-Häftlinge und ihre Angehörigen wurden Spenden gesammelt, verfolgte AktivistInnen und untergetauchte FunktionärInnen mussten mit illegalen Quartieren versorgt oder heimlich über die Grenze ins Exil gebracht werden. Im benachbarten Ausland organisierten Büros der RHD Schlafplätze und materielle Hilfe für die EmigrantInnen und unterstützten die konspirativen Gruppen im Reichsgebiet mit Druckschriften und Geld. In zahllosen Städten und Dörfern verteilten die Widerstandsgruppen der Roten Hilfe Flugblätter, die zum Protest gegen den NS-Terror aufriefen und die praktische Solidaritätsarbeit propagierten. Im antifaschistischen Untergrund ab 1933 waren auffallend viele Frauen aktiv, die nach den Verhaftungen prominenter – meist männlicher – RHD-Mitglieder zentrale Funktionen in der Organisation übernahmen, aber auch „unauffällige“ Hintergrundarbeit leisteten. Selbst nach der offiziellen Auflösung der Roten Hilfe Deutschlands im Jahr 1938 führten dezentrale Strukturen die Unterstützung für die Verfolgten fort. Mit dem Vortrag soll der heute fast vergessene Widerstand der Roten Hilfe während des Nationalsozialismus in Erinnerung gerufen werden.

Silke Makowski, geb. 1978, ist im Vorstand des Hans-Litten-Archivs zur Geschichte der Solidaritätsorganisationen der Arbeiterinnnen- und Arbeiterbewegung sowie der sozialen Bewegungen aktiv. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Geschichte der Roten Hilfe Deutschlands (RHD) in der Illegalität ab 1933, worüber sie regelmäßig Artikel in verschiedenen linken Zeitungen veröffentlicht. Eine umfangreichere Publikation zum Thema ist für Herbst 2016 geplant.

Bollerwagen klau`n & den Herrentag versau`n

Ihr kennt das?

Ihr geht an einem Donnerstag vor die Tür und die Welt sieht plötzlich aus wie eine Burschenschaft? Überall besoffene Typen, die dich wahlweise „aufwertend“ anbaggern oder abwertend beschimpfen? Ein paar von ihnen haben bereits blaue Augen oder gucken traurig, weil ihr Bollerwagen geklaut wurde? Dann ist meist Herrentag.

Da bleiben flti*s nur wenige Alternativen. Bei „liberaleren“ Männer*gangs gibt es die Möglichkeit, sich so gut es geht zu assimilieren und die häufiger werdenden Sexismen und Übergriffe auf den Alkohol zu schieben. Wenn man darauf keine Lust hat, scheint es angeraten, in den eigenen vier Wänden zu bleiben, Xena, the L Word oder Agent Carter zu schauen und zu warten, bis die Stadtreinigung die Bieropfer von der Straße fegt.
Und wenn es eine_r so richtig in den Fingern juckt, kann sie* sich eine flti* Gang suchen und einfach nur durch Präsenz im Stadtbild provozieren – das reicht vollkommen aus, damit sich die Herren bedroht und angegriffen fühlen.

Egal, worauf ihr Lust habt – am Tag darauf ist grrrlz*DaIY und wir können den Donnerstag gemeinsam auswerten, lästern, kickern, trinken und draußen draußen sein lassen.

Wir freuen uns auf euch! Der nächste Grrrlz*DaIY findet am 06. Mai 2016 ab 20 Uhr im Café Median statt.

Nicht lange fackeln!

Am 08.05. wollen die Nazis wieder einmal ihren jährlichen „Gedenkmarsch“ nutzen um krude Geschichtsverdrehung zu betreiben. Am 02.05.2016 gibt es deshalb ab 19.30 Uhr einen Mobivortrag im Median.

Time to say goodbye!

Am 18.04.2016 findet um 19 Uhr ein Mobivortrag zum 1. Mai in Schwerin statt. Den Aufruf findet ihr: hier. Am 29.04. gibt es dann noch ein kuzes Info-Update.

Naziaufmarsch in Bad Oldesloe? ¡No Pasarán!

Am 07.04.2016 gibt es ab 19.30 Uhr einen Mobivortrag im Median. Es geht dabei um die Gegenproteste zum geplanten Naziaufmarsch am 16.04. in Bad Oldesloe. Weitere Infos findet ihr: hier.