Kategorie-Archiv: Allgemein

25.03. – Antifa-Tresen mit Infocafé & 161-Bingo

Der Antifatresen ist eine regelmäßig stattfindende Veranstaltung von Antifaschist*innen für Antifaschist*innen. Neben Vorträgen, Filmen und anderen Abendangeboten bekommst du hier Infos zu aktuellen Themen, laufenden Kampagnen und bevorstehenden Aktionen. Außerdem kannst du dich schnell und einfach mit neuen Leuten vernetzen und Anschluss an das politische Geschehen in Rostock finden.

Was dich dieses Mal erwartet:
Erstmals beginnt der Antifa-Tresen schon um 16 Uhr. In entspannter Atmosphäre kannst du bei Kuchen und Heißgetränken in der ein oder anderen Lektüre des Infotischs stöbern, ein Stencil anfertigen (mit Stencilburner!) oder einfach mit anderen Leuten über aktuelle Geschehnisse in Rostock und Umgebung diskutieren. Außerdem stehen dir Menschen
für Fragen der (Internet-)Sicherheit und Verschlüsselung zur Verfügung. Dafür kannst du deinen Laptop oder andere Endgeräte auch gleich mitbringen.
Abends erwartet dich dann erstmals das 161-Bingo – ein Bingo der etwas anderen Art. Die Sieger*innen erhalten kleine Preise, Informationen gewinnen aber alle.

Und sonst noch:
Wie immer kannst du am Tresen natürlich das aktuelle Antifaschistische Infoblatt bekommen, ein T-Shirt erwerben, deine Memory-Fähigkeiten einüben oder dich mit weiteren nützlichen Dingen ausstatten.

18.2. – Filmabend „Punk, Riot und Suff“ mit Punk-Rock-Tresen

Filmabend „Punk, Riot und Suff“ mit Punk-Rock-Tresen

Am Samstag um 19 Uhr zeigen wir euch eine unterhaltsame Dokumentation der sogenannten „Chaostage“ von Hannover.
Die ersten Chaostage fanden 1983 als Protestaktion gegen eine geplante „Punker-Kartei“ der Polizei statt. Bei der zweiten Auflage der Aktion 1984 kam es zu Auseinanderstzungen mit rechten Skins und zu den ersten Straßenschlachten.
Das Phänomen Chaostage als Punk- und Skinhead-Treffen verlor später scheinbar seinen Reiz, da immer weniger Personen erschienen.
Aber dann kamen die Jahre 1994 und 1995 und stellten alles in den Schatten…

Genießt die Eindrücke von damals. Um das leibliche Wohl wird sich gesorgt und anschließend beschallen wir euch mit gutem alten Punk-Rock.
Oi!

Antifa-Tresen am 20.1. – mit Vortrag zum Demokratieverständnis rechter Bewegungen

VORTRAG:
Volk, Wille und Herrschaft – zum Demokratieverständnis Völkischer am Beispiel PEGIDA

„Wir sind das Volk“, aus dieser Losung leitet die Pegida-Bewegung ihren Anspruch darauf ab, dass die Regierung ihren, und nur ihren Willen umsetzen müsse. Wer das nicht tut oder eine andere Meinung vertritt, wird als Diktatorin oder Volksverräter gebrandmarkt. Das Volk scheint einen klaren Willen zu haben, der nicht erst ausdiskutiert werden muss, und dem die Politik folge zu leisten hat. Aber wie kommt Pegida auf die Idee, dass genau das Demokratie bedeuten würde?

Dieses Bild von Demokratie ist nicht einfach dumm oder vulgär, wie es teilweise beschrieben wurde; vielmehr entspricht es dem völkischen Ideal von Gemeinschaft bei Pegida. Zeigen lässt sich das am besten am Begriff Volkssouveränität. In ihm drücken sich die Ideen homogener, geschlossener Gemeinschaft und deren souveräner Herrschaft aus. Das Volk befielt, die Politiker*in führt aus und zwar mit harter Hand. Die Souveränität des Volkes macht es wiederum nötig, dieses genau abzugrenzen und zu vereinheitlichen. Der völkische Nationalismus bei Pegida und ihre autoritären Ordnungsvorstellungen sind also nicht zu trennen, sondern im Prinzip der Volkssouveränität verbunden. Daher sollte auch linke Kritik an Pegida nicht beim Rassismus der Bewegung stehen bleiben, sondern sich mit ihrem Konzept von Volksherrschaft beschäftigen.

Im Vortrag werden die Idee ‚Volkssouveränität‘ und die Vorstellung politischer Ordnung anhand von Pegida-Reden erläutert.

PRESSEMITTEILUNG: Zweiter Neonazi-Angriff innerhalb einer Woche auf die Jugendbegegnungsstätte „Café Median“

Am Donnerstag, den 22. Dezember kam es zu einem erneuten Angriff auf die Projekthäuser des Alternativen Wohnen in Rostock (AWIRO) e.V. durch Neonazis. Gegen 3 Uhr in der Nacht formierten sich circa zehn schwarz gekleidete Personen dabei im Eingangsbereich der Jugendbegegnungsstätte „Café Median“ und versuchten sich gewaltsam Zugang zu dieser zu verschaffen. Hierbei benutzten sie einen stumpfen Gegenstand, vermutlich einen massiven Hammer, mit dem sie mehrfach auf die verglaste Tür einschlugen. Dadurch entstand ein erheblicher Sachschaden an der Tür. Da ihnen das Eindringen in das Gebäude nicht gelang, floh die Gruppe daraufhin in Richtung Heiligen-Geist-Kirche und weiter in die Ottostraße.

Bereits am vergangenen Sonntag kam es zu Einschüchterungsversuchen durch Neonazis. Eine etwa 20-köpfige, vermummte Personengruppe verbrannte vor den Projekthäusern des AWIRO e.V. eine Fahne der Antifaschistischen Aktion. Zudem veröffentlichte die Neonazi-Gruppierung „Infoflut Rostock“ in den sozialen Medien eine Liste mit Namen von AnwohnerInnen der gesamten Niklotstraße.
„Wir sehen uns in den letzten Tagen mit einer beachtlichen neonazistischen Offensive gegen den AWIRO e.V. und seine Räumlichkeiten konfrontiert. Der Versuch des gewaltsamen Eindringens in unsere Jugendbegegnungsstätte markiert einen vorläufigen Höhepunkt dieser Offensive“, stellt Frida Behrens vom AWIRO e.V. fest. Der jüngste Vorfall zeigt auf, dass brutale Gewalt ein selbstverständliches politisches Mittel von Neonazis darstellt. Behrens merkt hierzu an: „Wir als freier Träger der selbstverwalteten Jugendarbeit sehen uns in unseren Bemühungen bestätigt, diesem Hass durch Bildungsangebote solidarische und emanzipatorische Perspektiven entgegenzusetzen“.

Der AWIRO e.V. mit seinen Mitgliedern ist als fester Anlaufpunkt für nicht-rechte Jugendliche in der Stadtgesellschaft Rostocks verankert und wird sich durch gewaltsame Attacken von Neonazis nicht einschüchtern lassen. Vielmehr wird er seine Arbeit intensivieren und möchte andere zivilgesellschaftliche Akteure ermutigen, im Kampf gegen neonazistische Umtriebe in der Stadt zusammenzustehen und sich mit Opfern von rechter Gewalt zu solidarisieren.

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Antifa-Tresen mit Quiz am 23.12.

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Wir laden zum zweiten Antifa-Tresen – dem Abend von AntifaschistInnen für AntifaschistInnen.
Diesmal mit Kneipenquiz, kulinarischen Leckerbissen und der Gelegenheit zur besinnlichen Vernetzung
Los geht’s um 19 Uhr…

PRESSEMITTEILUNG: Neonazi-Provokation vor der Jugendbegegnungsstätte „Café Median“

Am Sonntag, den 18. Dezember, kam es in der Niklotstraße direkt vor den Projekthäusern des Alternativen Wohnens in Rostock (AWIRO) e.V. zu einem Einschüchterungsversuch durch eine Gruppe Neonazis. Circa 15-20 schwarz gekleidete Personen formierten sich um circa 12.30 Uhr vor der Eingangstür des Café Median. Dabei verbrannten sie mit Hilfe eines pyrotechnischen Gegenstands eine Fahne der Antifaschistischen Aktion, welche sie mit sich führten. Kurz darauf floh die Gruppe in Richtung Heiligen-Geist-Kirche und verteilte sich im Viertel. Beobachtet wurden sie dabei von Anwohner*innen und Menschen in den Projekthäusern.

Diese gezielte Provokation der Neonazi-Szene richtet sich einerseits gegen die Projekthäuser des AWIRO e.V. mit seiner selbstverwalteten Jugendbegegnungsstätte „Café Median“ als bekannten Standort politischen und zivilgesellschaftlichen Engagements. Darüber hinaus richtet sich diese Aktion auch gegen alternative Lebensentwürfe im Allgemeinen, die wir in solidarischer Nachbarschaft miteinander zu verwirklichen suchen. „Der AWIRO e.V. wird sich von derlei Provokationen nicht einschüchtern lassen, sondern dem rassistischen und chauvinistischen Weltbild der Neonazis durch tagtägliche Jugend- und Bildungsarbeit Konzepte einer solidarischen und emanzipatorischen Gesellschaft entgegensetzen.“ stellt Frida Behrens vom AWIRO e.V. klar.

Nichtsdestotrotz sollte nicht unerwähnt bleiben, dass sich der heutige Vorfall in eine ganze aktionistische Offensive der Neonazis einreiht, die offenbar auch vor unserer Nachbarschaft keinen Halt macht. Ebenso kam es in der letzter Nacht auch im Stadtteil Groß Klein zu einem gewalttätigen rassistischen Übergriff.

Die Kröpeliner-Tor-Vorstadt bleibt für uns ein weltoffener und bunter Stadtteil Rostocks. Dies gilt es weiterhin zusammen zu gestalten und jeden Tag auf’s Neue zu verteidigen. Nur so lässt sich ein solidarisches und emanzipatorisches Miteinander auch in die gesamte Stadtgesellschaft tragen. Neonazis gilt es in allen Lebensbereichen entschlossen gegenüber zu treten – ob am Arbeitsplatz, in der Schule, an der Uni, in der Freizeit oder in der Nachbarschaft.
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KINOtopia am 19.12. : Popmusik und rechte Ideologien

Überraschungsfilm im Cafe Median.

Ein Film über deutsche Popmusik und ihre Verbindungen in die rechte Szene – Es wird gezeigt wie rechtes, reaktionäres und faschistisches Gedankengut die Popmusik seit Jahren in Deutschland begleitet und wie unbehelligt diese Musik im Alltag auftreten kann.
Selten dürfte in 80 Minuten mehr schlechte Musik untergebracht worden sein – also kommt vorbei!

Antifa-Tresen am 10.12. mit Vortrag, VoKü und Memory

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VOKÜ – VORTRAG – MEMORY

dazu Antifaschistisches Infoblatt– und Shirt-Verkauf

VORTRAG – Neonazis im Stadteil Groß Klein:

Im Sommer diesen Jahres machte der Stadtteil Groß Klein durch eine wochenlange rassistische Mobilisierung und diverse Übergriffe auf sich aufmerksam, die schließlich in der Verlegung minderjähriger Geflüchteter in andere Stadtteile gipfelten.

Viele der rassistischen Protagonist*innen sind alte Bekannte, doch nicht erst seit dem Sommer ist die Neonaziszene in Rostock wieder verstärkt wahrnehmbar: Größere Demonstrationen fanden im Oktober und November 2015 statt, eine Spontankundgebung wurde ausgerechnet am Tag der Machtübernahme des NS-Regimes durchgeführt und zusätzlich gibt es eine kaum noch überschaubare Menge regionaler Neonazi-Facebook-Seiten, welche im Internet hetzen.

Mit MVGIDA kam es zu einer Reaktivierung alter Neonazis, Gruppen reorganisierten und neue fanden sich. Wir wollen einen Überblick über die Ereignisse hin zum Sommer diesen Jahres geben, sowie die Strukturen und Protagonist*innen der hiesigen Neonaziszene vorstellen.

Lesung am 9.12. : „Kunst und Kampf“ mit Bernd Langer danach Solitresen für Aaron, Balu und Thunfisch

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Lesung „Kunst und Kampf“ mit Bernd Langer danach Solitresen für Aaron, Balu und Thunfisch

Ab 18.30:
Lesung „Kunst und Kampf“ mit Bernd Langer

In den 1980er Jahren wird Kunst und Kampf (KuK) mit der Gestaltung von Plakaten in der antifaschistischen Bewegung bekannt. Das Projekt verfolgt einen kollektiven Ansatz, der jedoch immer auch individuelle Züge trägt. Hunderte Plakate entstanden, daneben Gemälde und Agit-Prop-Aktionen.

Bernd Langer, Protagonist dieser Idee, legt nun eine Gesamtbetrachtung von fast 40 Jahren antifaschistischer Kunst in der Bundesrepublik vor. Das Buch streift dabei die Geschichte der Jugendzentrumsbewegung, erzählt von den Autonomen und der Antifa, von Hausbesetzungen, umgestürzten Denkmälern, spektakulären Demonstrationen, der Herstellung von illegalen Plakaten und Zeitungen und warum die Doppelfahnen der Antifaschistischen Aktion heute von links gegen rechts wehen.

Danach:
Soli Tresen für Aaron, Balu und Thunfisch die nach der Demo für die Rigaer 94 im Juli in U Haft gelandet sind und nun extrem Kostenaufwändige Verfahren auf sich nehmen müssen.

Auf einen schönen Abend.
Kommt vorbei!

Vortrag am 25. Juli: Die Identitäre Bewegung im „Kampf der Kulturen“

Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Rostock

Spätestens mit dem Aufkommen der Fluchtbewegung im vergangenen Sommer scheint auch das rassistische und faschistische Personenspektrum einen unübersehbaren Auftrieb bekommen zu haben. Eine immer größere Rolle spielen – neben den klassischen Nazikameradschaften – gewalttätig auftretende „Bürgerwehren“, diverse Pegida-Ableger, aber auch sogenannte Intellektuelle, die behaupten außerhalb des Rechts-Links-Schemas zu stehen. Zu den Letztgenannten zählen sich unter anderem die Akteure der Identitären Bewegung. Auch in Mecklenburg-Vorpommern hat sich mittlerweile eine regionale Gruppierung herausgebildet. Der Vortrag am 25.07. ab 19 Uhr im Café Median will über diese Entwicklungen berichten.

Während die Identitären jahrelang als bedeutungsloses Randphänomen im Internet verharrten, machen sie aber seit geraumer Zeit durch Aktionenformen, die eher aus linken Zusammenhängen bekannt sind, auf sich aufmerksam. Auffällig an der Identitären Bewegung ist zudem die propagierte Abgrenzung gegenüber der „alten Rechten“. Ein Bekenntnis zum Nationalsozialismus und zur „Rassenlehre“ lehne man dementsprechend offiziell ab. Im Gegensatz hierzu gibt man sich moderat, kulturell interessiert und als wahre Antirassisten. So geben sie vor „0% rassistisch, 100% identitär“ sowie „nicht links, nicht rechts, sondern identitär“ zu sein.

Die Identitäre Bewegung versucht sich also an einem Strategiewechsel, mit dem rechte Ideen durch linke Aktionsformen in die Gesellschaft getragen werden sollen. Der Verdacht liegt somit nahe, dass sie sprichwörtlich „alten Wein aus neuen Schläuchen“ servieren. Die Veranstaltung betrachtet die Geschichte, Strategien und Akteure dieser selbsternannten „Bewegung“ und wirft dabei einen Blick auf Mecklenburg-Vorpommern.

Am Montag, den 25. Juli um 19 Uhr im Cafe Median