Kategorie-Archiv: Allgemein

16.02. – Antifa-Tresen mit Vortrag – „NSU: Blick in den Abgrund“


Der Antifatresen ist eine regelmäßig stattfindende Veranstaltung von Antifaschist*innen für Antifaschist*innen. Neben Vorträgen, Filmen und anderen Abendangeboten bekommst du hier Infos zu aktuellen Themen, laufenden Kampagnen und bevorstehenden Aktionen. Außerdem kannst du dich schnell und einfach mit neuen Leuten vernetzen und Anschluss an das politische Geschehen in Rostock finden.

Antifa-Tresen ab 17.00 Uhr — Vortrag 19.00 Uhr

Antidemokratische Inlandsgeheimdienste, unkontrolliertes V-Mann-Unwesen, Nazi-Terror-Szene, rassistische Ermittlungen und Staatsversagen: Dass der NSU-Komplex zwingende Konsequenzen verlangt, liegt eigentlich auf der Hand. Und trotzdem stockt auch noch nach mehr als 6 Jahren vor allem die staatliche und behördliche Verantwortungsübernahme und Aufarbeitung. So auch in M-V.

Vor 14 Jahren wurde Mehmet Turgut vom sogenannten NSU ermordet. Viele Fragen – etwa zu Unterstützer*innen des Trios vor Ort – sind bis zum heutigen Tag offen. Dennoch scheiterte die Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses hier bisher am politischen Willen und Mehrheiten.

Fritz Burschel kennt sich aus mit staatlichem und zivilgesellschaftlichem Versagen und der Wirkmächtigkeit von (institutionellem) Rassismus. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Neonazismus und mit dem rechten Terror des NSU. Als Mitarbeiter des Projektes NSU Watch wohnte er unzähligen Prozesstagen in München bei und kann Innenansichten liefern zum wohl größten Geheimdienstskandal in der Geschichte der BRD und eines unvorstellbaren behördlichen Rassismus‘ in den Mordermittlungen. Im Vortrag stellt er daneben auch die Arbeit von NSU-Watch vor. Ein Blick auf Entwicklungen in M-V kommt ebenfalls nicht zu kurz.

Und sonst noch
Ab 17 Uhr erwarten dich neben Kaffee und Kuchen anlassbezogene Stencilmöglichkeiten. Wie immer könnt ihr am Tresen zudem die aktuelle AIB bekommen, die ein oder andere nützliche Sache erwerben oder eure Memory-Fähigkeiten testen.

Den Antifatresen präsentiert euch das AntifaKollektiv 964.

08.02.2018 – Lesung – Manja Präkels: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der KTV-Buchhandlung Sequential Art. Beginn: 19 Uhr.

Landleben zwischen Lethargie und Lebenslust. Mimi und Oliver sind Nachbarskinder und Angelfreunde in einer kleinen Stadt an der Havel. Sie spielen Fußball miteinander, leisten den Pionierschwur und berauschen sich auf Familienfesten heimlich mit den Schnapskirschen der Eltern. Mit dem Mauerfall zerbricht auch ihre Freundschaft. Mimi sieht sich als der letzte Pionier – Timur ohne Trupp.
Oliver wird unter dem Kampfnamen Hitler zu einem der Anführer marodierender Jugendbanden. In Windeseile bringen seine Leute Straßen und Plätze unter ihre Kontrolle. Dann eskaliert die Situation vollends …

Manja Präkels erzählt in ihrem Debütroman vom Verschwinden der DDR in einem brandenburgischen Kleinstadtidyll, dem Auftauchen verloren geglaubter Gespenster, von Freundschaft und Wut.

Manja Präkels, 1974 in Zehdenick/Mark geboren, ist Sängerin der hochgelobten Band »Der singende Tresen« und Autorin des Lyrikbandes »Tresenlieder«. Sie ist Mitherausgeberin der erzählerischen Anthologie »Kaltland – Eine Sammlung«, eines Klassikers der Nachwende-Literatur.

Für den Verbrecher Verlag stellte sie mit Markus Liske das Erich-Mühsam-Lesebuch »Das seid ihr Hunde wert!« (2014) sowie den Band »Vorsicht Volk! Oder: Bewegungen im Wahn?« (2015) zusammen. Präkels erhielt für ihr Werk zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste (2005) und das Aufenthaltsstipendium im Writers House Ventspils, Lettland (2012/13).

09.02.2018 – Vortrag: CasaPound Italia


Eine Veranstaltung der Initiative „Résistance – Keine Identitären-Zentrale in Rostock“.

09.02.2018 – 19:00 Uhr – Café Median – Niklotstraße 5/6, 18057 Rostock

CasaPound Italia (CPI) ist eine neofaschistische Gruppierung aus Italien, die im aktuellen Wahlkampf Plätze im Landesparlament anvisiert. 2003 ist die Gruppierung erstmals in Erscheinung getreten.

Sie übernehmen in Aktionen und Kommunikation vor allem Formen, die aus dem emanzipatorischen Politikfeld geläufig sind: So besetzen sie Häuser, veranstalten Konzerte und Kongresse und bieten ein breites Sport- und Freizeitangebot an. Außerdem bringen sie ihre eigene Modemarke auf den Markt.
Ihr Politikansatz ist dabei rassistisch, nationalistisch und faschistisch – vor allem jedoch: gewalttätig. Der gewalttätig durchgesetzte Erfolg zahlt sich aus. CPI gilt als Pilotorganisation für andere neu-rechte Gruppierungen in ganz Europa.

Im Vortrag am 09. Februar 2018 wollen wir die neofaschistische Gruppierung und ihre Erfolge genauer beleuchten und blicken zunächst auf die Entwicklungslinie und die historischen Anleihen, um im Anschluss die Organisationsstruktur der Gruppierung zu diskutieren.

Input dazu gibt Heiko Koch, der bereits 2013 sein Buch „Casa Pound Italia. Mussolini Erben.“ im Unrast Verlag veröffentlich hat.

23.12. – Antifa-Tresen: Antifaschistischer Jahresrückblick

Antifa-Tresen ab 16 Uhr,
Quiz ab 19 Uhr

Ein letztes Mal in diesem Jahr kommen wir zu einem Antifa-Tresen zusammen. In gemütlicher Atmosphäre wollen wir das Jahr 2017 ausklingen lassen.
Neben Glühwein und Winterknabbereien erwartet dich ein antifaschistischer Jahresrückblick in Form eines Quiz. In Teams könnt ihr euer Gedächtnis zu Ereignissen des Jahres testen und nebenbei natürlich noch den ein oder anderen schönen Preis abstauben.

17.12. – Stadtrundgang: Das Pogrom von Lichtenhagen – Gestern Heute Morgen


Im August 2017 jährte sich das rassistische Pogrom von Lichtenhagen zum 25. Mal. In Zuge dessen wurde von der Hansestadt Rostock zum Gedenken an die Ereignisse das Kunstwerk „Gestern Heute Morgen“ der Künster*innengruppe SCHAUM eingeweiht.

Das Kunstwerk ist in Form von Gedenkstelen über fünf Standorte in Rostock verteilt und soll die gesellschaftlichen Akteure der Geschehnisse im August 1992 markieren. Im Rahmen eines Stadtrundgangs wollen wir diese Orte aufsuchen und entlang der fünf Stelen das Pogrom anhand konkreter Quellen aus dem Jahr 1992 genauer beleuchten.

Neben dieser Frage nach dem „Gestern“ wollen wir auch nach dem „Heute“ fragen und die gesellschaftlichen Akteure in ihrem heutigen Bemühen um eine Aufarbeitung der Ereignisse von 1992 betrachten.

An jedem Ort soll abschließend das „Morgen“ in den Blick genommen werden. Zur offenen Diskussion steht dabei, wie gelungen und angemessen das Kunstwerk ist und welche Herausforderungen sich in Zukunft für eine Aufarbeitung des Pogroms stellen.

Der Rundgang beginnt am Sonntag, den 17.12. um 13 Uhr am Rathaus und endet am Sonnenblumenhaus in Lichtenhagen. Für alle Teilnehmenden ohne eine Zeitfahrkarte/Semesterticket ist es möglich im begrenzten Rahmen einige Tagesfahrkarten zur Vefügung zu stellen. Diese werden im Anschluss zur Abrechnung benötigt.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Lichtenhagen im Gedächtnis. Unterstützt durch den BDP MV e.V..
Eine einführende Publikation zum Kunstwerk findet sich hier:
http://rathaus.rostock.de/sixcms/media.php/1566/170817-flyer-gesternheutemorgen-final.pdf

30.11. – „reclaim & remember“ – Erinnerungskulturen in Mölln und Rostock

Seit 1992 avancierten Rostock-Lichtenhagen und Mölln neben anderen Orten der Eskalation rechter Gewalt zu Menetekeln rassistischer Mobilisierung in den 1990-er Jahren. Gleichsam bilden beide Städte in geradezu konträrer Weise Beispiele des Umgangs mit diesen Ereignissen. Während das Pogrom des August 1992 in Rostock außerhalb einer äußerst begrenzten und häufig tendenziösen politischen Auseinandersetzung zunächst vor allem als »Stigma« erinnert beziehungsweise verdrängt wurde; scheint die Möllner Stadtgesellschaft unmittelbar nach den Brandanschlägen vom 23. November 1992 einige Aktivität zur Unterstützung der Angehörigen entfaltet zu haben. Anfang 1994 fragte der Möllner Magistrat auch in Rostock nach, ob sich die Bürgerschaft einen kontinuierlichen Austausch zum Umgang mit den jeweiligen Ereignissen vorstellen könne. Riss dieser Faden – zumindest nach Rostock – sehr schnell, möchte das Projekt »Lichtenhagen im Gedächtnis« hier unter verschobenen Perspektiven anknüpfen.

Gemeinsam mit Ibrahim Arslan wollen wir einen Blick auf Erinnerungskulturen in Rostock und Mölln werfen und gleichzeitig nach Lücken und Perspektiven fragen.

Beginn: 19 Uhr

Zur Einstimmung sei folgendes aktuelles Interview mit Ibrahim Arslan empfohlen: hxxps://www.akweb.de/ak_s/ak632/28.htm

25.11. – Antifa-Tresen / Vortrag: FAQ Kontrakultur / Identitäre Bewegung / wirksame Gegenstrategien


Der Antifatresen ist eine regelmäßig stattfindende Veranstaltung von Antifaschist*innen für Antifaschist*innen. Neben Vorträgen, Filmen und anderen Abendangeboten bekommst du hier Infos zu aktuellen Themen, laufenden Kampagnen und bevorstehenden Aktionen. Außerdem kannst du dich schnell und einfach mit neuen Leuten vernetzen und Anschluss an das politische Geschehen in Rostock finden.

Antifa-Tresen ab 16 Uhr, Vortrag 19 Uhr

Die „Identitäre Bewegung“ (IB) machte zuletzt auf sich aufmerksam, als sie mit einem Schiff durch das Mittelmeer schipperte, um NGOs bei der Rettung von Flüchtlingen zu stören. Die Aktion selbst – ein Flop, von der IB jedoch als großer Erfolg inszeniert. In Halle (Saale) agiert eine der aktivsten Gruppen in Deutschland, die sogenannte Kontrakultur Halle, in ihrem eigenen Hausprojekt direkt neben der Universität. Eng vernetzt mit der AfD und der „alten Rechten“ versuchen sie gesellschaftlich anschlussfähig zu sein, schrecken jedoch vor Militanz nicht zurück. Allerdings sind sie nicht ungestört. Auf vielfältige Weise arbeiten Menschen gegen Kontrakultur – sei es durch direkte Aktionen, juristische Schritte, Recherche und Veröffentlichungen, Bildungsarbeit oder ähnliches.

Wir möchten euch in dem Vortrag einen kurzen Überblick über die IB geben und vor allem zu der Frage „Was kann mensch wirksames tun?“.

Vortragende: https://kickthemout.noblogs.org/

24.11. – 30 Jahre Antifa in Ostdeutschland – Buchvorstellung / Diskussion


30 Jahre Antifa in Ostdeutschland – Buchvorstellung und Diskussion

Während nicht staatlich organisierte linke und linksradikale Bewegung in den Alten Bundesländern schon etwas älter ist, gibt es viele Gruppen, Bündnisse und Strukturen in Ostdeutschland noch nicht ganz so lang. Zum 30sten Geburtstag „der Antifa“ in Ostdeutschland ist nun ein Buch erschienen. Die Autor*innen entwerfen ein komplexes Porträt von der Entstehung bis zur Gegenwart. Wie sich die Vorläufer*innen heutigen antifaschistischen Engangements innerhalb der DDR organisierten und mit oder gegen diese arbeiteten, werden zwei der Herausgeber*innen beleuchten.

Zum Buch: Der staatliche und gesellschaftliche Umbruch 1989/90 war ein Markstein für die heutige Antifa-Bewegung. Unter der Annahme einer gemeinsamen widerständigen Geschichte wurde in bisherigen Rückschauen allerdings nur wenig beachtet, dass in Ostdeutschland eine eigenständige Bewegung entstand, die bereits in der ausgehenden DDR ihren Anfang nahm und ein eigenes Profil entwickelte. 30 Jahre nach Gründung der ersten unabhängigen Antifa-Gruppen in der DDR bündelt dieser Band nun erstmals sozial-, kultur- und geschichtswissenscha­ftliche Analysen. Forscher*innen und Aktivist*innen geben dabei Einblicke in persönliche Handlungsanlässe, gesellschaftspolitis­che Kontexte und bewegungsinterne Debatten. Die Autor*innen widmen sich den Auseinandersetzungen mit der FDJ und DDR-Staatssicherheit­, Raumaneignungen durch Hausbesetzungen und das ambivalente Verhältnis von Antifa-Gruppen in Ost- und Westdeutschland. Es werden biographische Aspekte sowie Verständnisse von Militanz rekonstruiert und eine raumtheoretische Perspektive vorgestellt. Weitere Beiträge besprechen das Theorie-Praxis-Verhä­ltnis politischer Bildung, antifaschistische Gedenkpolitik und die Entstehung der Antideutschen. Abschließend werden Dissens und Chancen von zivilgesellschaftlic­hen Kooperationen beleuchtet. Das Buch ist im Verlag Westfälisches Dampfboot erschienen.

23.11. – Zapatista Soli-Tresen mit Akustik-Konzert

Ein Akustik-Konzert im Café Median!

Am 23.11. veranstalten wir im Median einen Soli-Tresen zugunsten der zapatistischen Bewegung, die im Bundesstaat Chiapas in Mexico seit nunmehr fast 24 Jahren einen Kampf für Freiheit, Gerechtigkeit, Demokratie, sowie die Überwindung des Kapitalismus und des Patriachats führt.

Seit 1994 bauen die Compas Zapatistas nach den Prinzipien des gehorchenden Regierens Strukturen auf, die Bildung, medizinische Versorgung, autarke Ernährung und vieles mehr ermöglichen soll, ohne dabei von Regierung oder Großkonzernen abhängig zu sein. Da sie hierbei regelmäßig auf harte Repression von Seiten der Staatsgewalt und Konzerne treffen, heißt unsere Antwort – wie auch sonst – internationale Solidarität.

In diesem Jahr waren Teile von Chiapas von Erdbeben betroffen, dessen Schäden eine zusätzliche Belastung bedeuten. Neben ihrer Unterstützung des Congreso Nacional Indígena (CNI) veranstalten die Zapatistas in diesem Jahr wieder internationale Treffen, die wir untertützen wollen. Viele weitere Informationen könnt ihr euch am Abend zuvor im Peter-Weiss-Haus geben lassen, wo Mitglieder des Ya Basta-Netzes zur aktuellen Situation der Zapatistas referieren.
Siehe hier: https://www.facebook.com/events/1468471763200135/

Zur Unterstützung unseres Abends haben wir zwei erstklassige Liedermacher eingeladen: Alex und Konny sind Teil der „Rotzfrechen Asphaltkultur“ (RAK), einem losen Zusammenschluss linker Straßenmusiker*innen. Sie machen mit Gitarre, Kontrabass, Akkordeon und Stimmgewalt sowas wie Liedermacher-Kleinkunstpunk über die Beschissenheit der Verhältnisse und das Potential der Träume um eine bessere Welt. Wer sie schonmal gesehen hat, weiß, wie sehr sie einen mit ihren mutigen, Mut machenden Liedern fesseln können. Wer sie noch nicht gesehen hat: du weißt ja jetzt, wo du hinmusst! Also bis dann!

Seid eingeladen, wenn es mal wieder heißt: Wenn wir nicht tanzen können, ist es nicht unsere Revolution!

Einlass: 19:30
Beginn des Konzerts: 20:00
Der Erlös wird an die selbstverwalteten zivilen Strukturen der
Zapatistas gespendet.
Otro mundo es possible.

14.11. – Linker Antisemitismus – Vortrag mit Wolfgang Seibert


Eine Veranstaltung im Rahmen der Landesweite Aktionswochen gegen Antisemitismus

Die landesweiten Aktionswochen gegen Antisemitismus Mecklenburg-Vorpommern finden vom 06. November bis 19. November 2017 statt und sind eine Veranstaltungsreihe des BDP MV e.V. und Context. Bausteine für historische und politische Bildung.
Die Veranstaltungen werden im Rahmen der bundesweiten Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu Antonio Stiftung und des Anne Frank Zentrum organisiert und von der Doris Wuppermann Stiftung, der Rosa-Luxemburg-Stiftung und dem AStA Universität Rostock unterstützt.
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Vortrag mit Wolfgang Seibert – Beginn 19 Uhr

Wolfgang Seibert, 69, wuchs bei seinen Großeltern auf, und wurde dort durch jüdischen Glauben und anarchistische Literatur geprägt. Über Jahre hat er für verschiedene Formate, unter anderem das Freie-Sender-Kombinat (FSK) in Hamburg und internationale Medien publiziert.
In den 1960 fing Seibert an, sich zu politisieren, war im SDS und der DKP aktiv, bis in den Siebzigern ein Bruch zur parteilichen Linken wegen „bürgerlichem Anarchismus“ passierte. Nach über 30 Jahren wandte er sich wieder der linken Szene zu. Er bezeichnet sich immer noch als militant.
WolfgangSeibert bezieht besonders gemeinsam mit der Gemeinde immer wieder Stellung, die Gemeinde ist ein offener Ort für alle Menschen, auch die Arbeit mit geflüchteten Menschen ist ihm wichtig. Es ist wichtig, auf Probleme aufmerksam zu machen, und auch gegen Rechtsradikale Position zu beziehen.
Der Antisemitismus in der Linken zeigt sich für ihn seit den Siebzigern immer wieder, oftmals gebunden an undifferenzierte Israelkritik. Auch wenn er selbst nie direkt angefeindet wurde, kam gerade mit der Entstehung der Antiimperialismus-Theorie ein stetiger, unterschwelliger Antisemitismus auf, sodass Seibert als Person immer mit dem Staat Israel in Verbindung gebracht wurde, oder zu „Ihr Juden“ verallgemeinert wurde. Ein wichtiges Prinzip, welches der jüdische Glaube und die Linke eigentlich gleich haben nimmt Seibert immer wieder auf: lebenslanges Lernen und In-Frage-Stellen.
Seit 2003 ist er Vorstand der Jüdischen Gemeinde Pinneberg.