Kategorie-Archiv: Allgemein

Vortrag und Gedenkstättenfahrt: Kein Mensch ist „asozial“

Eine Veranstaltung der Gruppe „No Turning Back“.
Vortrag am 16. Juni 2018 um 19 Uhr
Gedenkstättenfahrt am 23. Juni 2018

Wir organisieren dieses Jahr erneut eine Bildungsfahrt zum ehemaligen Konzentrationslager in Ravensbrück. In dem Lager wurden auch Menschen gefangen gehalten, die im Nationalsozialismus als „asozial“ stigmatisiert wurden. Zu diesem Thema wird es am 16.06.2018 im Cafe Median ab 19 Uhr einen Vortrag geben. Am 23.06. findet dann die Fahrt nach Ravensbrück mit einer Führung zum gleichem Schwerpunkt statt. Die Teilnahme an der Fahrt ist auf 30 Teilnehmer*innen beschränkt, deshalb müsst ihr euch vorher anmelden. Die Möglichkeit dazu habt ihr am 14.06. von 18-19 Uhr im Cafe Median und am 16.06. beim Vortrag. Für die Fahrt müsst ihr ca. 10 € Fahrtkosten einplanen.
Hier noch der Ankündigungstext zum Vortrag:

Kein Mensch ist asozial. Verfolgung von als „asozial“ Stigmatisierten im Nationalsozialismus

Sozialschmarotzer. Arbeitsscheu. Moralisch schwachsinnig. Gemeinschaftsschädlich. Im Nationalsozialismus existierte eine Vielzahl von Begriffen – oft vage und ungenau – mit denen Menschen kategorisiert und abgewertet wurden. Letztlich liefen all diese Begriffe auf das Urteil hinaus: „Asozial“. Die unterschiedlichsten Menschen wurden im Nationalsozialismus als „asozial“ stigmatisiert und verfolgt: Arme Menschen, Alkoholiker*innen, Arbeitslose, lesbische Frauen, Bettler*innen, Wohnungslose, Drogenkonsument*innen, Sexarbeiter*innen, Frauen, die abgetrieben haben oder die wechselnde Partner*innen hatten, Sinti und Roma, Fürsorge-Empfänger*innen und weitere Menschen, die auch in der Weimarer Republik schon an den Rand der Gesellschaft gedrängt worden waren. Vorstellungen von Eugenik und „Rassehygiene“ begründeten die Suche nach diesen angeblich „Minderwertigen“ innerhalb der gedachten deutschen „Volksgemeinschaft“. Die Verfolgung von „Asozialen“ erfolgte auf verschiedenen Ebenen: Sie wurden in Arbeitshäuser, Arbeitslager und Anstalten eingewiesen, konnten entmündigt und zwangssterilisiert werden und ab Dezember 1937 auch in Konzentrationslager eingewiesen werden.

Über die Häftlinge, die als sogenannte Asoziale den schwarzen Winkel als Markierung trugen, liegen nur wenige Informationen und vor allem kaum Selbstzeugnisse vor. Ein Grund dafür liegt in der anhaltenden Diskriminierung nach 1945. Bis heute wurde diese Opfergruppe nicht offiziell anerkannt und als „asozial“ Verfolgte konnten nur in Einzelfällen über einen Härtefonds eine geringe finanzielle „Entschädigung“ erhalten.

Doch wer oder was entschied darüber, dass Menschen im Nationalsozialismus als »Asoziale« galten und als solche verfolgt wurden? Welche Institutionen waren an der Verfolgung beteiligt und welche Handlungsspielräume hatten und nutzten einzelne Mitarbeiter*innen? Welche besondere Situation ergab sich für Menschen, die für „asozial“ erklärt wurden, in den Konzentrationslagern? Und nach 1945?

Der Vortrag gibt einen Überblick über die Verfolgungsgeschichte der sogenannten „Asozialen“ im Nationalsozialismus. Zur spezifischen Lage in den Konzentrationslagern werden Beispiele aus dem KZ Neuengamme und dem KZ Ravensbrück herangezogen. Zudem wird ein Blick auf die Zeit nach 1945 geworfen und anhaltende Ausgrenzung thematisiert.

10.05. – „We don’t want no Herrentag!“ mit Randale Rostock

## We don’t want no Herrentag!
// Kneipenrandale – all gender // 10.05. ##

Ihr kennt das?

Ihr geht an einem Donnerstag vor die Tür und die Welt sieht plötzlich aus wie eine Burschenschaft? Überall besoffene Typen, die dich wahlweise „aufwertend“ anbaggern oder abwertend beschimpfen? Ein paar von ihnen haben bereits blaue Augen oder gucken traurig, weil ihr Bollerwagen geklaut wurde? Dann ist meist Herrentag, Vatertag, Christi Himmelfahrt (irgendwas mit Typen)…

Da bleiben flti*s und auch Cis-Männern, die keine Lust auf Kloppe und rohes Fleisch haben, nur wenige Alternativen. Damit wir also nicht at home bleiben müssen, bietet randale Rostock am 10.05. Raum für Aussteiger_innen ohne Macker*attitüde. Wir wollen Filme schauen, soft drinks schlürfen, vegan grillen und mit Leuten rumhängen, die auch keinen Bock auf die (male*)Zombieapokalypse vor der Tür haben.

Also hinein ins Café Median, wenn du dich angesprochen fühlst! Dabei sind wir alle gemeinsam dafür verantwortlich, dass wir uns einen Wohlfühlraum schaffen. Die Randale Crew behält sich dennoch vor, auf Grundlage von Definitionsmacht (yesss!), Macker*verhalten mit Rausschmiss zu sanktionieren. Wer also grölen, grabschen oder auch mensplainen möchte, möge bitte ins Hafenbecken springen und nicht ins Median kommen.

Donnerstag, 10.05. von 12 Uhr mittags bis wir keine Lust mehr haben – im Café Median (Niklotstr. 5, Rostock).
Weitere Infos auf randale.blogsport.eu

 

28.04. – Vortrag – Dr. Ingo Koch: Die Bombardierung Rostocks im April 1942


Vortrag – Dr. Ingo Koch: Die Bombardierung Rostocks im April 1942
Sonnabend, 28. April 2018 – 19 Uhr im Cafe Median

Mehrmals bombardierten die Alliierten im Zweiten Weltkrieg Rostock.
Neonazis gelten die Zerstörungen bis heute als vermeintliches Kriegsverbrechen. Tatsächlich jedoch war die Stadt ein Zentrum des Nationalsozialismus in Mecklenburg und Standort der Rüstungsindustrie. In den Heinkel- und Arado-Werken wurden auch Zwangsarbeiter und Häftlinge von Konzentrationslagern eingesetzt. Über die Geschichte der Bombardierungen, Rostocks Rüstungsindustrie und die umstrittene Erinnerung spricht in einem Vortrag Dr. Ingo Koch, Historiker und Mitglied der Geschichtswerkstatt Rostock.

18.04. – Solitresen und Vortrag über politische Gefangene in Honduras

Ab 18 Uhr Solitresen und Musik
19.30 Uhr Vortrag über politische Gefangene in Honduras

19.04. – Lesung: Crimethincs „Work“


Lesung: „Work“

Am 19.4. ab 19 Uhr veranstalten wir, die Gruppe „Anarchist Black Cross agitation und action“, im Café Median eine Lesung zum Buch „Work“ von Crimethincs.
Zu dieser wollen wir euch alle Herzlichst einladen.

Warum müssen wir, trotz all des technischem Fortschritts, mehr arbeiten als je zuvor? Wie kommt es, dass je härter wir arbeiten, wir letztendlich im Vergleich zu unseren Bossen umso ärmer werden? Warum konzentrieren sich die Leute einzig darauf, ihre Jobs zu retten, wenn die Wirtschaft zusammenbricht – obwohl eigentlich von vornherein keine_r die Arbeit mag? Kann der Kapitalismus ein weiteres Jahrhundert der Krisen überstehen?

„Work“ behandelt diese und eine ganze Menge anderer Fragen. Um sie beantworten zu können, musste das Kollektiv die vorherige Analyse der Lohnarbeit überdenken und ein differenzierteres Verständnis der Wirtschaft entwickeln. Es hat Monate damit verbracht, düstere Teile der Geschichte zu studieren und Aufzeichnungen darüber, wie Ausbeutung im
alltäglichen Leben erfahren wird, zu vergleichen – um langsam eine große vereinheitlichte Feldtheorie über den aktuellen Kapitalismus auszuarbeiten.

08.04. 2018 – Workshop zu kritischen Männlich*keiten: „Respekt für alle Jungs*, die unsere Kämpfe supporten!“


„R
espekt für alle Jungs*, die unsere Kämpfe supporten.“ – Workshop zu kritischen Männlich*keiten

Sonntag, 8. April – 13 bis 18 Uhr
Veranstaltet von queer_topia* (queertopia.blogsport.de)

In diesem Workshop wollen wir uns mit dem Thema Männlich*keiten beschäftigen. Was ist eigentlich männlich*keit? Wie kann ich kritisch mit (meinen) Männlich*keiten umgehen? Wie und wann nutze/performe ich sie? Wo schränken mich (meine) Männlich*keiten ein? Der Workshop findet in deutscher Lautsprache (mit Flüsterübersetzung auf Englisch) statt und ist offen für alle Geschlechter. Der Raum ist rauchfrei.

Warum „all gender“?

Weil Männlich*keiten nicht nur von cis-typen performt werden. Uns ist wichtig, dass der Workshop zugänglich für alle Geschlechter ist, da es einerseits wichtig ist selbst zu reflektieren wo und zu welchem Zweck Männlich*keiten an den Tag gelegt werden um in einem patriarchalen Kapitalismus zu überleben, wo sich Raum genommen und wo nicht genommen werden kann. Wer lauter ist, Dominanz zeigen kann, dir Konkurrenzverhalten aufzwingt (auch unabhängig von Geschlechtsidentität oder dessen Ausdruck/Performance). Anderseits aber auch um zu empowern, weil alle Menschen wissen dürfen, wann ein Verhalten dich selbst oder andere in deinem Leben, aufgrund von an-sozialisierten Mustern und Normen, negativ beeinflusst. Es geht um eine Dekonstruktion von Männlich*keit, es geht um Selbstreflexion und darum in einem Safen-Raum einen Austausch zu suchen und gemeinsam Handlungsoptionen zu entwickeln. Falls nun trotzdem Menschen verunsichert sind, oder cis Männer die Angst haben sollten, dass der Raum voll mit Menschen sein wird die nur über sie ablästern – Der Workshop heißt nicht umsonst „Respekt für alle Jungs*, die unsere Kämpfe supporten.“

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English:

„respect for all boys*, who support our fights.“ – workshop about critical masculinities*
8th April 1-6 pm Café Median

During this workshop we will deal with the topic masculinities*. What does masculinities* actually mean? How can I handle (my) masculinities*? How and when do i use/perform them? Where do (my) masculinities* limit myself? The workshop will be in German language (with the option to do wispered translation in english) and is open to all gender. The room is smokefree.

Presented by queer_topia*(queertopia.blogsport.de).

Duration: 5 hours

24.03. – Antifa-Tresen: Rostocks Kommunisten auf der Spur

Der Antifatresen ist eine regelmäßig stattfindende Veranstaltung von Antifaschist*innen für Antifaschist*innen. Neben Vorträgen, Filmen und anderen Abendangeboten bekommst du hier Infos zu aktuellen Themen, laufenden Kampagnen und bevorstehenden Aktionen. Außerdem kannst du dich schnell und einfach mit neuen Leuten vernetzen und Anschluss an das politische Geschehen in Rostock finden.

Antifa-Tresen ab 16.00 Uhr — Vortrag 19.00 Uhr

Im Ackerstaate Mecklenburg ward Rostock die Hochburg der proletarischen Entwicklung und Bewegung. Sieben Rostocker Biografien werden uns einen ersten Einblick verschaffen, die Geschichte unserer örtlichen Arbeiter*innenbewegung zu entdecken. Vom Zeitungsschmuggel durch Rostocks Roten Postmeister, dem Zigarrendreher Martin Erdbeer zu Zeiten der Sozialistengesetze, bis zur Antifaschisten Aktion durch Harry Weding mit einer roten Fahne über den Dächern der KTV am 1. Mai 1933. Wie gehen wir um mit dieser – unserer – zum größtenteil unentdeckten Geschichte? Auch das wollen wir an diesem Abend diskutieren.“

Und sonst noch:
Wie immer öffnet das Café zum Antifatresen bereits um 16 Uhr. In entspannter Atmosphäre kannst du mit Anderen über das politische Geschehen in Rostock philosophieren, ein Stencil für die nächsten Aktionen anfertigen oder deine Sticker-Kollektion auffüllen.

Den Antifatresen präsentiert euch das AntifaKollektiv 964.
im Café Median – Niklotstraße 5/6, 18057 Rostock

21.03. – Solitresen und Vortrag: Politische Gefangene in Honduras

Diejenigen, die sich in Honduras für die Verteidigung der Menschenrechte und der Umwelt einsetzen und sich gegen die Militarisierung und die neoliberale Politik zur Wehr setzen, werden mit Repression, Kriminalisierung, Verfolgung, Mord und Gefängnisstrafen konfrontiert.

Aktuell gibt es in Honduras mehr als 200 politische Gefangene. Um 19 Uhr gibt es einen kurzen Vortrag zum Thema und danach leckere Getränke, Musik und nen netten Kneipenabend.

Vortrag zur Gefangenengewerkschaft GG/BO


Eine Veranstaltung der Gruppe NTB Rostock:

Anlässlich des Tags der politischen Gefangenen (18. März) haben wir einen Vortrag der Gefangenen Gewerkschaft / Bundesweite Organisation – GG/BO organisiert. Die Veranstaltung findet am 17.03. im Cafe Median statt und beginnt um 19 Uhr.

Die Gefangenen-Gewerkschaft / Bundesweite Organisation (GG/BO) ist eine Organisation, die sich für die Rechte von Strafgefangenen in deutschen Gefängnissen einsetzt. Sie wurde 2014 in der JVA Tegel gegründet und ist inzwischen fast bundesweit vertreten. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Entwicklung der Organisation, ihren aktuellen Kämpfen sowie den
Chancen und Grenzen von (Gefangenen)Solidarität.

Insbesondere das Spannungsverhältnis von linksradikaler (Knast)Kritik und streng legalistischer Arbeitsweise oder der anhaltende Rechtsruck in den Knästen kann in anschließender Diskussionsrunde näher betrachtet werden.

Info-Veranstaltung: Repression in Russland

16.MÄRZ // 19:00 Uhr // CAFE MEDIAN
INFO-VERANSTALTUNG: REPRESSION IN RUSSLAND

SOLIDARITÄT MIT DEN ANARCHIST_INNEN UND ANTIFASCHIST_INNEN IN
ST. PETERSBURG UND PENSA

Represssion in Russland
– gesellschaftliche Situation vor den Präsidentschaftswahlen und der Fußball-WM

Die Einschüchterung durch Repression und Folter nimmt in der Zeit vor den Präsidentschaftswahlen im März 2018 und der
Fußball-Weltmeisetrschaft im Sommer in Russland neue Dimensionen an.
Sie richtet sich vor allem gegen die emanzipatorische außerparlamentarische Opposition: Antifaschist_innen, Anarchist_innen, Journalist_innen. Beim Info-Abend gibts Input sowohl zur allgemeinen Entwicklung seit den letzten Präsidentschaftswahlen 2012 und zur derzeitigen Situation der Aktivist_innenbewegung als auch zu den akuten Fällen in St. Petersburg und Pensa.

Um die Isolation im einsamen Gefangenenalltag zu durchbrechen, gibt es die Möglichkeit sich an der internationalen Soliaktion zu beteiligen und den Betroffenen Briefe und Postkarten zu schreiben.
Solidarität ist unsere Waffe