30.11. – „reclaim & remember“ – Erinnerungskulturen in Mölln und Rostock

Seit 1992 avancierten Rostock-Lichtenhagen und Mölln neben anderen Orten der Eskalation rechter Gewalt zu Menetekeln rassistischer Mobilisierung in den 1990-er Jahren. Gleichsam bilden beide Städte in geradezu konträrer Weise Beispiele des Umgangs mit diesen Ereignissen. Während das Pogrom des August 1992 in Rostock außerhalb einer äußerst begrenzten und häufig tendenziösen politischen Auseinandersetzung zunächst vor allem als »Stigma« erinnert beziehungsweise verdrängt wurde; scheint die Möllner Stadtgesellschaft unmittelbar nach den Brandanschlägen vom 23. November 1992 einige Aktivität zur Unterstützung der Angehörigen entfaltet zu haben. Anfang 1994 fragte der Möllner Magistrat auch in Rostock nach, ob sich die Bürgerschaft einen kontinuierlichen Austausch zum Umgang mit den jeweiligen Ereignissen vorstellen könne. Riss dieser Faden – zumindest nach Rostock – sehr schnell, möchte das Projekt »Lichtenhagen im Gedächtnis« hier unter verschobenen Perspektiven anknüpfen.

Gemeinsam mit Ibrahim Arslan wollen wir einen Blick auf Erinnerungskulturen in Rostock und Mölln werfen und gleichzeitig nach Lücken und Perspektiven fragen.

Beginn: 19 Uhr

Zur Einstimmung sei folgendes aktuelles Interview mit Ibrahim Arslan empfohlen: hxxps://www.akweb.de/ak_s/ak632/28.htm

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