14.11. – Linker Antisemitismus – Vortrag mit Wolfgang Seibert


Eine Veranstaltung im Rahmen der Landesweite Aktionswochen gegen Antisemitismus

Die landesweiten Aktionswochen gegen Antisemitismus Mecklenburg-Vorpommern finden vom 06. November bis 19. November 2017 statt und sind eine Veranstaltungsreihe des BDP MV e.V. und Context. Bausteine für historische und politische Bildung.
Die Veranstaltungen werden im Rahmen der bundesweiten Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu Antonio Stiftung und des Anne Frank Zentrum organisiert und von der Doris Wuppermann Stiftung, der Rosa-Luxemburg-Stiftung und dem AStA Universität Rostock unterstützt.
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Vortrag mit Wolfgang Seibert – Beginn 19 Uhr

Wolfgang Seibert, 69, wuchs bei seinen Großeltern auf, und wurde dort durch jüdischen Glauben und anarchistische Literatur geprägt. Über Jahre hat er für verschiedene Formate, unter anderem das Freie-Sender-Kombinat (FSK) in Hamburg und internationale Medien publiziert.
In den 1960 fing Seibert an, sich zu politisieren, war im SDS und der DKP aktiv, bis in den Siebzigern ein Bruch zur parteilichen Linken wegen „bürgerlichem Anarchismus“ passierte. Nach über 30 Jahren wandte er sich wieder der linken Szene zu. Er bezeichnet sich immer noch als militant.
WolfgangSeibert bezieht besonders gemeinsam mit der Gemeinde immer wieder Stellung, die Gemeinde ist ein offener Ort für alle Menschen, auch die Arbeit mit geflüchteten Menschen ist ihm wichtig. Es ist wichtig, auf Probleme aufmerksam zu machen, und auch gegen Rechtsradikale Position zu beziehen.
Der Antisemitismus in der Linken zeigt sich für ihn seit den Siebzigern immer wieder, oftmals gebunden an undifferenzierte Israelkritik. Auch wenn er selbst nie direkt angefeindet wurde, kam gerade mit der Entstehung der Antiimperialismus-Theorie ein stetiger, unterschwelliger Antisemitismus auf, sodass Seibert als Person immer mit dem Staat Israel in Verbindung gebracht wurde, oder zu „Ihr Juden“ verallgemeinert wurde. Ein wichtiges Prinzip, welches der jüdische Glaube und die Linke eigentlich gleich haben nimmt Seibert immer wieder auf: lebenslanges Lernen und In-Frage-Stellen.
Seit 2003 ist er Vorstand der Jüdischen Gemeinde Pinneberg.

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