Lesung im JAZ: Antisemitismusdebatte in der Linken

In Zusammenarbeit mit dem JAZ organisiert das AWIRO am 15. März um 20 Uhr die Lesung “Kurze Geschichte der Antisemitismusdebatte in der deutschen Linken” mit Peter Nowak. Die Lesung findet anlässlich der Ausstellung “Man hat sich hierzulande daran gewöhnt… – Antisemitismus in Deutschland heute” statt.

Die Antisemitismusdebatte in der linken Bewegung
Über den Antisemitismus in der linken Bewegung ist in den letzten 20 Jahren viel geschrieben worden. Doch warum hat gerade dieses Thema eine solche Sprengkraft entwickelt, dass langjährige politische Zusammenhänge, alte politische Freundschaften und viele Wohngemeinschaften daran in die Brüche gegangen sind? Oft sind die politischen Zusammenhänge nicht mehr bekannt, die dafür sorgten, dass diese Debatte in Deutschland einen solchen Stellenwert bekommen hat. Der Journalist Peter Nowak http://peter-nowak-journalist.de/ hat in der edition assemblage die “Kurze Geschichte der Antisemitismusdebatte” herausgegeben, in der an einige bereits in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts unter Anderem von Wolfgang Pohrt und Moishe Postone verfasste Grundlagentexte zur Antisemitismusdebatte erinnert wird, die erst nach 1989 in den Teilen einer Linken rezipiert wurde, die sich kritisch mit Staat und Nation auseinanderzusetzen begannen. Auf der Veranstaltung soll auch an konkreten Beispielen aufgezeigt werden, wie sich der Fokus der Antisemitismusdebatte von der Politik in Deutschland auf den Nahen Osten verlagerte und welche politischen Implikationen damit verbunden waren. Besonders die Auswirkungen, die die islamistischen Anschläge vom 11.09.2001 auf die Antisemitismusdebatte hatten, soll genauer dargestellt werden. Schließlich soll ein Vorschlag zur Versachlichung zur Diskussion gestellt werden, der an Diskussionen anknüpft, wie sie in der letzten Zeit in linken Zusammenhängen geführt wurde, die weder ein Interesse daran haben, dass sich die Antisemitismusdebatte ständig nur wiederholt, die aber auch nicht bereit sind, bestimmte in der Auseinandersetzung mit regressiven Antizionismus und verkürzter Kapitalismuskritik gewonnene Grundlagen aufzugeben.

Theater: “Trilogie der Freiheit”

Hurria! Theater zu Revolution & Bewegungsfreiheit von und mit Riadh Ben Ammar.

Hurria bedeutet auf Arabisch Freiheit. Aus der Perspektive eines „Harraga“ – eines Grenzverbrenners – erzählt das Stück Hurria! unterschiedliche Wege der Freiheitssuche, die mit der Revolution in Tunesien eine neue Qualität bekommen haben.

Riad Ben Ammar ist vor 15 Jahren als Harraga nach Deutschland gekommen. Lange war er unfreiwillig in einem Flüchtlingslager in Mecklenburg Vorpommern untergebracht, inzwischen lebt er in Berlin und ist bei Afrique-Europe-Interact aktiv.

Das Stück wird am Samstag bei der Fairen Party im PWH aufgeführt. Sonntag Abend um 20 Uhr könnt ihr es im Cafe Median sehen.

“Man hat sich hierzulande daran gewöhnt…” – Ausstellung im JAZ

Das Jaz und der Awiro haben gemeinsam die Ausstellung “Man hat sich hierzulande daran gewöhnt…” Antisemitismus in Deutschland heute nach Rostock geholt. Die Ausstellung wird am 25.02.2014 um 19 Uhr im Rahmen der Podiumsdiskussion zu Perspektiven des Gedenkens an Mehmet Turgut eröffnet.

Ein Freitag

mit starken Bilder, schönen Menschen, intensiven Farben und den traurigen Themen des Alltags. Wir bieten Film und Austausch, über die Liebe, ein Paar in der Gesellschaft voller Transphobie und Strategien nicht unterzugehen. Aber eben auch wie immer Ablenkung, Anerkennung, Trost und Bestärkung. Mit Getränk und etwas Kleinem zum Verschnaufen für Bauch und Kopf. Hast du Lust vorbei zu schauen, Fragen oder etwas zu sagen – dann sag doch Bescheid. Komm vorbei: Am Freitag, den 27.02. 2015, ab 19Uhr im Café Median, in der Niklotstraße 5/6. Filmstart wird sich wie schon öfter ab pünktlich 20 Uhr gewünscht. Gemütlichkeit gibts inklusive. Wenn du uns nicht nur besuchen sondern auch beim Aufräumen, Einrichten oder Kochen unterstützen möchtest – komm doch schon etwas früher vorbei. Bis Freitag, es freut sich deine grrrlz*DaIY-Orga-Crew!

A Friday
with strong images, beautiful people, intense colors and the sad topics of everyday life. We offer film and exchange, about love, a couple in a society full of transphobia and strategies not to go down. But also, as always, distraction, recognition, consolation and encouragement. With drinks and something small to take a breather for stomach and head. Do you want to be part of it, ask some questions or do you have anything to say – just give a word. Come over: Friday, 02.27.2015, from 19h at Café Median, in the Niklotstraße 5/6. Movie will start as requested punctually 20pm. Coziness is included. If you wish to support us by not only the visit but also clean up, adjustment or cooking – do come over a little bit earlier. See You On Friday, your grrrlz *DaIY-Orga-Crew!

March18 Infoveranstaltung

Am 04.03.2015 findet im Café Median ab 19.30 Uhr eine Infoveranstaltung zu den Protesten gegen die EZB am 18. März in Frankfurt.

Am 18. März soll der Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main eingeweiht werden. Die EZB ist maßgeblicher Akteur der europäischen Austeritätspolitik, deren Auswirkungen die Menschen in Griechenland gegenwärtig in voller Härte zu spüren bekommen. Anknüpfend an die Proteste gegen die europäische Krisenpolitik in den vergangenen Jahren will das Protestbündnis M18 gegen die Einweihungsparty aktiv werden. Warum sich antikapitalistischer Protest ausgerechnet gegen die EZB richtet und was genau für den 18. März in Frankfurt geplant ist, dass erfahrt ihr auf einer Infoveranstaltung am 04. März. Vertreter_innen der Gruppe TOP Berlin, die sich im Rahmen des …ums Ganze! Bündnisses in die Proteste einbringen, werden ausführlich zur Thematik referieren. Die Veranstaltung wird organisiert von der Basisgewerkschaft IWW. Im Rahmen der Veranstaltung kann auch abgeklärt werden, wer Interesse an einer gemeinsamen Reise nach Frankfurt am Main hat.

Brunch mit Thema Datensouveränität

Am Sonntag, 29. Februar, um 13 Uhr lädt die Schwarz Rote Hilfe zum Sonntagsbrunch:

In gemütlicher Runde soll mit fachlicher Anleitung und kurzem Input das Thema Datensouveräität besprochen werden. Inhaltlich wird es drum gehen, wo beim Surfen daten anfallen und wie mensch das umgehen kann. Ganz praktisch wird das Live-betriebssystem Tails vorgestellt, das anonyme Ausflüge in die digitale Welt ermöglicht.

Wer schon mal sehen will, worum es geht:

Tails
Reader über Tails

Tauschbörse

Wir laden ein zur Tauschbörse am 19.02.2015 ab 16 Uhr im Median. Bringt mit, was ihr nicht mehr braucht und tauschen wollt (außer Lebensmittel). Für Kaffee und Kuchen ist auch gesorgt.

Spendenkonto

Wir haben jetzt ein Spendenkonto, denn Kosten fallen ja eigentlich immer an. Wenn ihr uns finanziell unterstützen wollt, dann überweist uns den Betrag auf das folgende Konto:

MV für alle!

Wir dokumentieren an dieser Stelle den Aufruf von NoGida-MV, die heute eine Demonstration gegen MVGIDA in Schwerin veranstalten. Die Demo startet 18 Uhr am Hauptbahnhof in Schwerin.

Am Montag, dem 09.02.2015, findet in Schwerin der fünfte „Abendspaziergang“ von MVGIDA statt. Wie die Montage zuvor werden dort Neonazis und sogenannte „besorgte Bürger“ vereint gegen eine empfundene „Islamisierung des Abendlandes“ demonstrieren. Das heißt soviel, dass sie soziale Abstiegsängste und eine bestehende Fremdenfeindlichkeit innerhalb der Gesellschaft nutzen, um gegen Flüchtlinge und Muslime zu hetzen.

Wie auch die Montage zuvor werden Menschen aus Schwerin und aus Mecklenburg-Vorpommern dagegen auf die Straße gehen, um MVGIDA deutlich zu machen, dass sie in Mecklenburg-Vorpommern nicht auf offene Ohren stoßen. So wird es unter dem Motto „Schwerin für alle“ eine Kundgebung auf dem Alten Garten geben. Zudem sind am Pfaffenteich und am Schlachtermarkt Kundgebungen angemeldet worden. Weitere kreative Protestaktionen können vor Ort umgesetzt werden. Wir begrüßen jene Vielfalt der Protestformen und unterstützen alle Menschen, die MVGIDA ihren Protest entgegensetzen wollen.

Darüber hinaus ist es für uns unausweichlich, der rechtspopulistischen Hetze inhaltliche Perspektiven entgegenzusetzen. Aus diesem Grund ruft NoGIDA-MV zu einer antirassistischen Demonstration unter dem Motto „MV für alle!“ auf. Wir positionieren uns damit gegen jede GIDA-Veranstaltung und solidarisieren uns mit Flüchtlingen sowie mit Betroffenen rassistischer Gewalt. Für plädieren dafür, globale Ungleichheitsverhältnisse und die europäische Migrationspolitik in Frage zu stellen, anstatt Flüchtlinge oder Muslime für vermeintliche Probleme verantwortlich zu machen. Somit wollen wir eine antirassistische Perspektive vorantreiben, anstatt diffuse Ängste zu schüren.

In diesem Sinne rufen wir alle Menschen in Mecklenburg-Vorpommern auf, diesen Montag nach Schwerin zu kommen, um gegen MVGIDA auf die Straße zu gehen. Auf der Demonstration „MV für alle!“ sind alle Menschen willkommen, die sich dem antirassistischen Konsens von NoGIDA-MV anschließen. Kommt zahlreich und passt aufeinander auf!!!

Die von MVGIDA propagierten Positionen sind und bleiben für uns indiskutabel!

Gegen populistische Hetze!
Keine Angst für niemand!
Refugees Welcome!

Filmpirat*innenprojekt

Am 11.02. gibt es im Rahmen unserer “Kinotopia”-Veranstaltung einen Soliabend für das Filmpirat*innenprojekt in Erfurt. Es gibt Kurzfilme, Informationen, Essen und eine kurze Dokumentation. Weitere Informationen findet ihr hier.