Nicht einen Tag!

Für den‭ ‬12.‭ ‬September‭ ‬2015‭ ‬planen Nazis,‭ ‬Rechtspopulisten und rechte Hooligans einen‭ „‬Tag der deutschen Patrioten‭“‬,‭ ‬zu dem sie bundesweit nach Hamburg mobilisieren.‭ ‬Damit knüpfen sie an die rassistischen Aufmärsche der vergangenen Monate von HoGeSa und Pegida an und wollen auch hier ihre rassistische und nationalistische Hetze auf die Straße tragen.‭ ‬Doch wir sagen gemeinsam mit vielen antifaschistischen Kräften:‭ ‬No Pasaran‭ – ‬sie kommen nicht durch‭! Am 31.08.2015 findet im Median ab 20 Uhr ein Mobiveranstaltung zu den geplanten Gegenprotesten statt. Weitere Infos findet ihr: hier.

Diskussionsveranstaltung: Volksentscheid am 6. September. Was bedeutet die Gerichtsstrukturreform?

2. September | 20 Uhr | vorher: Futter für alle

Ein illustres Zweckbündnis aus Linken, dem Bund deutscher Kriminalbeamter, Grünen, Armenverbänden, deutschem Richterbund, einigen IHKs u.a. läuft Sturm gegen die 2013 eingeführte Gerichtsstrukturreform und wirbt für den Volksentscheid am 6. September dagegen.

Ihr Argument, dass die Justiz an Bürgernähe leidet, wenn gemäß der Gerichtsstrukturreform einige kleinere Amtsgerichte wegfallen und Fachzuständigkeiten der verbliebenen anders aufgetelt werden, mag ja stimmen. Dass sich aber ein Gefühl der Glückseligkeit einstellt, wenn mensch – nicht nur als politische/r Aktivist/in – zukünftig wieder „bürgernah“ statt „bürgerfern“ (im Sinne von Entfernungskilometern zum Verurteilungsgebäude) verurteilt wird, kann bezweifelt werden.

Wichtiger ist da eher, ob sich durch die Gerichtsstrukturreform mehr oder weniger Interventionsmöglichkeiten in den Repressionsapparat und insbesondere in den Strafprozess ergeben. Eindeutig zu beantworten ist es nicht. Interessante Details finden sich zur Jugendgerichtsbarkeit, zur zukünftigen Arbeits(über)lastung und zur Spezialisierung von JustizbeamtInnen mit Vor- und Nachteilen für Angeklagte/Betroffene und zu möglichen Auswirkungen auf die Seilschaften zwischen Dorfpolizist und Dorfrichterin in Kleinkleckersdorf.

In der Veranstaltung gibt’s einen Input über die Änderungen durch die Gerichtsstrukturreform. Danach sollen die oben aufgeworfenen Fragen diskutiert werden. Achtung: Dies ist keine Werbeveranstaltung für formaldemokratische
Partizipationsprozesse!

Tresen

Der Umbau des Tresens hat etwas länger gedauert als geplant. Dafür kann sich das Ergebnis aber auch echt sehen lassen. Das Median öffnet heute ab 18 Uhr wieder seine Pforte. Kommt einfach vorbei und macht euch selbst ein Bild.

Rechte Tendenzen in der Wave-Gothik Szene – Kulturkampf von Rechts

Am 17.08.2015 bieten wir euch im Median im Rahmen unserer neuen Veranstaltungsreihe „Talk at random“ einen Vortrag zum Thema „Rechte Tendenzen in der Wave-Gothik Szene – Kulturkampf von Rechts“ an. Er beginnt um 20 Uhr.

Im Oktober 2003 erklärten die Geister Bremen, die eher unter den Schlagworten „Grufties gegen Rechts / Music for a new Society“ bekannt sind, nach ihrem 5-Jahres-Jubiläum-Festival im Kulturzentrum Schlachthof in Bremen ihre Auflösung.
Was ist bis dahin geschehen und worum ging es dieser Gruppe?
Einen Namen hatte sich die Gruppe im Mai 1998 und anschließend im Juni 2000 mit der Veröffentlichung der Broschüre „Die Geister die ich rief…“ gemacht. Dabei wurde auf Umstände aufmerksam gemacht, die scheinbar sonst kaum Erwähnung gefunden hätten, nämlich das in der Wave-Gothik Szene Musiklabels, -fanzines und -bands in Erscheinung treten, die scheinbar offen und ohne Berührungsängste Sympathien oder zumindest Anknüpfungspunkte zu völkischer Ideologie aufweisen, ohne sich zu distanzieren.
Was aber steckt hinter den beiden Broschüren, warum haben sich SzenegängerInnen der sogenannten Gruftie-Szene genötigt gefühlt, auf politische Tendenzen hinzuweisen, die ihres Erachtens nicht hinnehmbar sind und dieser zum Teil diametral entgegenstehen?
Um diese Frage zu beleuchten ist es notwendig, die Entwicklung und die Ursprünge dieser breit gefächerten Subkultur zu Beginn der 80iger, teils auch noch Ende der 70iger zu betrachten.
In den Fokus konservativer Vordenker geriet die Szene allerdings erst später, als z.B. Roland Bubik, selbst in CDU-nahen Stiftungen unterwegs, 1993 in der „Jungen Freiheit“ einen Beitrag unter dem Titel „Die Kultur als Machtfrage“ veröffentlichte.
Bubik bezieht sich dabei insbesondere auf „revolutionären Konservativismus“.
In den Vordergrund geraten Begriffe wie „Zerstörung der Familie“, „Entheiligung der Religion“, „Negierung des Nationalen“.
Mögliche Anknüpfungspunkte sieht Bubik dabei insbesondere in diversen Musikströmungen, die zum Teil offen mit militärischen, auch auf den NS bezogenen Symbolen umgehen, also Teile der Wave-Gothik Szene, die von sich aus als Subkultur schon immer provokativ und individuell dahergekommen ist. Inwiefern der Umgang mit diesen Symbolen in der Szene dabei als Provokation, Interesse oder doch Überzeugung gilt, lässt sich dabei schwer beantworten. Allerdings scheint es möglich gewisse Affinitäten zu Themen zu geben, die tatsächlich eher dem konservativem Spektrum zuzuordnen sind, wenn zum Teil vielleicht auch nicht beabsichtigt.
Auch die Interessenlage bzw. Kritik an der Moderne ist innerhalb der Subkultur allerdings breit gefächert und weist zum Teil starke Differenzen auch innerhalb der Szene auf.
Der Vortrag soll einen Einblick in die Ursprünge und Einstellungen innerhalb der Wave-Gothik-Subkultur geben. Darüber hinaus werden Versuche der konservativen Rechten dargestellt, die in den 90igern mögliche Überschneidungen zu kontroversen Vordenkern wie beispielsweise Ernst Jünger, Julius Evola, Jörg Lanz von Liebenfels, Oswald Spengler u.a. herzustellen versuchten, um einen „Kulturkampf von Rechts“ zu propagieren.
Allerdings beschäftigt sich der Vortrag vorwiegend nur mit der Entwicklung der 90iger und wird eher einen Eindruck dieser Zeit anreißen.

Tresenrenovierung

In der Woche vom 27.07.-02.08.2015 renovieren wir den Tresenbereich, der schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Das Median bleibt daher leider für ein Woche geschlossen. Ihr könnt aber gerne bei den Renovierungsarbeiten mithelfen. Schaut einfach vorbei!

Let´s meet im Juli

Da sind wir wieder! Am Mittwoch findet wieder das monatliche „Let´s meet“ statt. We say:
SOLIDARITY WITH REFUGEES!

We start at 6 p.m., there will be food, music and whatever you bring.

24. Juli /// grrrlz*DaIY-Kneipenabend

Der Sommer ist da, wir auch wieder!
Nach unserer kleinen Pause laden wir
euch frauen_lesben_trans_inter*-Menschen
am Freitag, den 24. Juli (nicht wie sonst der letzte Freitag im Monat)
ab 19 uhr
ins Café Median ein.
Ihr könnt leckere Getränke schlürfen, veganes Sushi selber machen und dabei feinste Musik hören und quatschige_ernste_lustige_reflektierende_… Gespräche führen. Der Kicker steht bereit für Battles und Infomaterial wartet aufs durchstöbert werden.


eure orga-crew – schon voller vorfreude!

More infos: grrrlzdaiy.blogsport.de
Fragen, Kritik, Anmerkungen, Lust mitzumischen bei uns? Schreib uns oder quatsch uns an! :)
Contact: grrrlzdaiy[at]riseup.net

Festival contre le racisme

Im Rahmen des diesjährigen „festival contre le racisme“ findet am 18.06.2015 von 14-22 Uhr in der Niklotstraße eine Kundgebung unter dem Motto „Solidarität muss praktisch werden“ statt.

Wir wollen gemeinsam mit Refugees in Mecklenburg Vorpommern ein politisches Statement setzen und uns gegen ihre räumliche und soziale Isolation stellen. Neben der Kundgebung mit Open Mic wird es jede Menge Informations- und Mitchmachstände von verschiedensten Initiativen aus Rostock geben die sich vorstellen. Anlässlich der Kundgebung bieten wir euch zusätzlich Kinderbespaßung und -betreuung mit Stencil, Button und Siebdruck Workshop, live Musik und natürlich auch jede Menge leckeren Knabberkram im Café Median.

Let´s meet! im Juni

Am 17.Juni gibt´s wieder das monatliche Let´s meet! Wier immer wird gemeinsam gekocht und gequatscht. Außerdem soll´s diesmal ein Kickerturnir geben.
Um 18 Uhr könnt ihr das GlobalLokal im Median hören. Ihr hört einen Talk mit zwei Refugee-Aktivisten. Wir sprechen mit ihnen über die europäische Asylpolitik und die Situation an den Außengrenzen der EU. Die Sendung wird nicht, wie auf den Flyern angekündigt, im Cafe Median stattfinden. Wir hören einfach gemeinsam Radio.

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